Archiv Oktober 27, 2020

Produktion einer Synchronfassung

Für gewöhnlich tritt als Auftraggeber ein Rechteinhaber oder Lizenznehmer auf und schreibt die Vergabe einer Synchronisation zwischen mehreren Studios aus. Diese Synchronstudios erstellen anhand der vorliegenden Informationen zur Produktion Angebote, aus denen der Auftraggeber auswählt. Nicht weniger branchenüblich ist aber auch die direkte Vergabe von Produktionen an eine bestimmte Synchronisationsfirma.

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Besetzung von Sprechrollen

Neben der Kompatibilität mit der Synchronregie gilt es bei der Besetzung von Sprechenden auch organisatorische Faktoren wie deren Verfügbarkeit zu beachten. Wie auch bei der Besetzung von Filmrollen gilt es, abhängig vom Umfang des Projekts, die Sprechenden so wenige Tage wie möglich zu beschäftigen, um Zeit und Geld zu sparen (vgl. Pruys, 2009, p. 97).

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Regie vor Ort

Schauspielerbriefing durch die Regie

Durch die immer strenger gewordenen Geheimhaltungsvorschriften der Verleiher aus Angst vor Raubkopien und Informationslecks, ist eine umfassende Vorbereitung seitens der Synchronsprechenden im Voraus nicht mehr möglich. Wurden früher noch Mustervorführungen für das Team veranstaltet, beschränkt sich die Rollenarbeit vor Aufnahmebeginn heute zumeist nur auf ein kurzes Briefing durch die Synchronregie und einen flüchtigen Blick in das Dialogbuch (vgl. Pahlke, 2009, p. 46ff.).

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Teil 4/4: Qualitätsmerkmale in Dialogbüchern

Aptum – Erforderliche Anpassungen

Es liegt in der Natur der Sache, dass Synchronfassungen aufgrund der Differenz, die sich zwischen Lippenbewegungen und Synchrontext ergibt, nicht mit dem Original kongruent sein, sondern sich diesem höchstens asymptotisch annähern können. Umso wichtiger ist es, diesen offensichtlichen Mangel in der Synchronarbeit weitestgehend zu vertuschen, und so den Zuschauern eine größtmögliche Immersion bieten zu können.

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Teil 2/4: Qualitätsmerkmale in Dialogbüchern

Perspicuitas – Eindeutig und nachvollziehbar

Während der Übersetzung des Dialogbuchs ist stets eine gewisse sprachlich-kulturelle Wachsamkeit des Autors gefragt. Denn neben Texten, die wortwörtlich so gemeint sind, wie sie gesprochen werden, gibt es diverse Redensarten und geflügelte Worte, für die eine sinngemäße Entsprechung gefunden werden muss. Das ist auch dann der Fall, wenn zum Beispiel eine Spitze oder Beleidigung im englischsprachigen Raum als wesentlich schlimmer empfunden oder auf andere Art gebraucht wird, als hierzulande.

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