Trust me, I’m a Dungeoneer ist im Endeffekt ein Anime ohne Bild. Wir haben uns mit vielen Synchronsprecher*innen und technischen Studiomitarbeiter*innen zusammengefunden, als wir plötzlich im ersten Lockdown nicht mehr arbeiten durften. Enge, abgeschlossene Ateliers ohne Belüftung vertragen sich leider nicht so gut mit Corona.

In dieser Zeit, kurz nach dem Film-Studium unseres Regisseurs Jan, hatte er mit unserer Produzentin Melle zusammen die Idee, in dieser unfreiwilligen Freizeit einen eigenen Anime-Stoff zu schreiben. Denn sind wir mal ehrlich, vom Storytelling kann keine deutsche Serie mit einem Anime mithalten. Deutsche Produktionen sind immer so 08/15, das gefühlt tausendste aufwärmen alter, öder Geschichten und wir wollten etwas machen, das knallig ist, was die Leute überrascht, was auch einfach mal „nur“ gut unterhalten darf. 

Gemeinsam haben wir viele Animes und Spiele aus unserer Jugend noch mal Revue passieren lassen und die Machart studiert bis wir selbst in der Lage waren mithilfe der Erzähltechniken, die wir dabei entdeckt haben, ein eigenes, authentisches Anime-Skript zu schreiben. 

Das haben wir dann im ersten Lockdown als Hörspiel produziert und viele befreundete Mitstreiter*innen aus dem Synchron mit ins Boot geholt: 

So zum Beispiel Cindy Kepke, die vor allem für die deutschen Synchronbücher von One Piece und ihre aktuelle Rolle als Reiju Vinsmoke in der Serie bekannt ist und Denise Reile, die zum Beispiel bei Girls und Panzer die Rolle der Andou gesprochen hat. Wir haben noch viel mehr coole Leute dabei wie Lara Schmidt, Nadine Most und Marvin Kopp. Die gesamte Stabliste findet ihr hier.

Auch noch interessant zu erwähnen: unseren Sound basteln Mitarbeitende eines Tonstudios, welches sonst die deutsche Vertonung von Videospielen betreut und die Band UFO61 performt unser eigens komponiertes Openings mit der Sängerin Shisuka! 

Letzten Sommer haben wir dann eine erste Staffel mit 5 Folgen veröffentlicht. Die ganze Staffel ist kostenlos auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu finden. Wir nehmen dafür tatsächlich kein Geld. Man kann spenden, muss man aber nicht. Unser Ziel war es, im Lockdown eine sinnvolle Aufgabe zu haben und weiter das tun zu können, was wir lieben. Und wenn wir damit gleichzeitig ein paar Otakus die Pandemie erträglicher machen können – Doppel-Bingo!

Wir konnten tatsächlich auf Spotify ein paar tausend Hörer*innen unterhalten und haben ganz viele Nachrichten bekommen: Cosplayer*innen hören uns beim Nähen, Streamer*innen hören neue Folgen gemeinsam mit ihren Communitys, eine Hörerin hat uns bei der Arbeit im Chemie-Labor laufen und ein paar Eltern hören uns mit ihren Kindern zum Einschlafen! 😀

Und weil das ganze bei Fans und Presse so gut ankam, haben wir uns entschlossen auch nach dem Lockdown (gut, jetzt haben wir sowieso wieder einen) mit einer zweiten Staffel weiter zu machen. Die erscheint jetzt im April. Mit mehr Folgen und noch größer und besser als die erste.