Worldbuilding: Kakuri

Worldbuilding: Kakuri

Jan:
Melle, Lass uns heute über die Entstehung Kakuris, unseres Schauplatzes reden. Was genau ist Kakuri für eine Stadt?

Melle:
Hohe Stadtmauern umschließen Kakuri – ein Königreich, das als letzte Zufluchtsstätte der Menschen nach einem apokalyptischen Ereignis vor zweihundert Jahren bestehen konnte. Das „Große Beben“ verschluckte alles; Wälder, Seen, Berge, und sogar die Nachbarstädte – und ließ an ihrer Stelle Dungeons entstehen: Geheimnisvolle Höhlen, die aus Rätselkammern bestehen und die verschiedensten Schätze beherbergen. 

Ebenso wie eine ganze Menge gefährlicher Monster.

Jan:
Wenn die ganze Welt, mit Ausnahme einer einzigen Stadt, untergeht, hat das für die Bürger bestimmt schwere Folgen?

Melle:
Im Laufe der Jahre, als sich die Bevölkerung erholte und die Stadt wuchs und sich weiter entwickelte, mussten die Bewohner Kakuris zunächst mit Gütern und Rohstoffen haushalten. Aus der Not eine Tugend machten erst die sogenannten Pioniere: mutige und findige Menschen, die sich in die Dungeons wagten, um deren Schätze für die Stadt zu bergen. Kein einfaches Unterfangen, da die Höhlen sich in einem stetigen Wandel befinden: Ein eben erst gelöstes Rätsel kann beim nächsten Besuch derselben Kammer bereits einen vollkommen anderen Lösungsweg haben.

Jan:
Um ehrlich zu sein klingt das nach einem spannenden Abenteuer! Ich bin doch sicher nicht der einzige, der das denkt, oder?

Melle:
Als mit den Erfahrungen (und der akribischen Niederschrift derselben) auch der Wagemut wuchs, kam es zum „Großen Sturm“ auf die Dungeons, bei dem immer mehr und mehr junge Menschen zugleich sich in die Höhlen aufmachten und auf die Schätze stürzten. Davon aufgewühlt, formierten sich die Monster aus den Dungeons zu einem Gegenschlag, dem die Stadt nur mit Mühe und Not – und zahlreichen Verlusten – standhalten konnte.

Jan:
Da es Kakuri noch gibt, hat die Stadt wohl gewonnen, oder? Aber wie sind die Leute mit dem Dungeon-Problem danach umgegangen?

Melle:
Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger verbot das Königshaus ihnen den Zutritt zu den Dungeons. Doch der technologische Fortschritt florierte, und nach und nach entstand ein System, das sich bis zum heutigen Tag bewährt hat:

Agenturen, die Abenteurer nicht alleine in sorgfältig ausgerüstete Dungeons schicken, sondern sie auch ausrüsten und ihnen mithilfe einer Funkverbindung Commander zur Seite stellen, die ihnen bei der Lösung der Rätsel zur Seite stehen und sie mit ihnen gemeinsam entschlüsseln.

Ganz selbstlos ist dieses Unterfangen selbstredend nicht: neben Ruhm und Ehre, und dem Wohlwollen des Königshauses, warten natürlich Gold und Silber. Kein Wunder also, dass eine Karriere als Abenteurer oder Commander so vielen Stadtbewohnern verlockend erscheint.

Syurichu

BAA. / Regisseur und Produzent aus NRW VAN Administrator